2. Liga: FC Subingen – FCH 1:3 (0:1)
Der FC Subingen hat gegen den FC Härkingen «spielerisch nicht viel zu melden»
Zum Auftakt der neuen 2.-Liga-Saison unterliegt der FC Subingen dem Rückkehrer FC Härkingen zu Hause mit 1:3. Olten und Iliria starten mit Kantersiegen, Riedholz schlägt am ersten Spieltag Lommiswil.
Zum Auftakt der neuen Saison in der Solothurner 2. Liga gewinnt der FC Härkingen diskussionslos beim FC Subingen. Jan Marti trifft für die überlegenen Härkinger kurz vor der Pause, in der zweiten Halbzeit legt Loris Micelli zwei weitere Tore nach.
Für Arben Gjidoda setzte es im ersten Spiel als Cheftrainer des FC Subingen eine diskussionslose 1:3-Heimniederlage gegen den FC Härkingen – der Absteiger aus der 2. Liga inter – ab. «Wir wussten, dass es schwierig wird gegen Härkingen», sagte der 46-Jährige nach seinem Einstand. «Unser Plan war, hinten gut zu stehen, so lange wie möglich die Null zu halten und Konter zu setzen. Obwohl wir gefühlt nur etwa fünf Prozent Ballbesitz hatten, ist uns dies in der ersten Halbzeit gar nicht so schlecht gelungen.»
Mit einem 0:1-Rückstand ging es für den FC Subingen, der die vergangene Saison auf dem fünften Platz beendete hatte, in die Pause. Den einzigen Treffer der ersten Halbzeit erzielte Härkingens Aussenläufer Jan Marti in der 41. Minute. Captain Tim Büttiker verlängerte den weiten Einwurf von Neuzugang Denis Kostadinovic mit dem Kopf und Marti konnte am zweiten Pfosten ungehindert einschieben.
Es hätte indes gut und gerne auch 0:3 oder 0:4 stehen können zur Halbzeit. Die Härkinger trafen in den ersten 45 Minuten dreimal die Torumrandung. Vor allem Yanick Oumaray war vom Pech verfolgt. Sein Kopfball in der siebten Minute landete am Pfosten und nach einer halben Stunde spedierte er den Ball nach einer scharfen Hereingabe von Marti von der rechten Seite an die Lattenunterkante. In der Nachspielzeit nickte Kostadinovic den Ball nach einem Freistoss von Loris Micelli ebenfalls an die Querstange, den Nachschuss von Tim Büttiker entschärfte Goalie Tim Stampfli mit einem schnellen Reflex.
Subingen ab der 70. Minute mit einem Mann weniger
«Spielerisch hatten wir heute nicht viel zu melden, aber wir sind viel ohne Ball gelaufen und wir kämpften füreinander, das hat mich gefreut», so Gjidoda. «Nach der Roten Karten in der zweiten Halbzeit war das Spiel dann leider entschieden.» In der 70. Minute flog Mario Dello Russo nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz. Knapp zwei Minuten später nutzen die Härkinger die Überzahl ein erstes Mal aus. Dank eines Kabinettstücks von Micelli, der einen Eckball mit dem linken Fuss direkt ins Tor zirkelte, erhöhten die Gäste auf 2:0.
In der 81. Minute liessen sich die Subinger zum dritten Mal übertölpeln. Nach dem schnell ausgeführten Freistoss von Nils Wernli zog Micelli allein aufs Tor und schnürte den Doppelpack. Erst in der Nachspielzeit kam auch der FC Subingen noch zu seinen ersten Chancen des Spiels. Jan Lüthy im Tor des FC Härkingen lenkte den tückischen Weitschuss von Nikola Golub (91.) über die Latte, wenig später stoppte er auch Ali Badr (93.), der aus stark abseitsverdächtiger Position gestartet war, gegen den Abpraller war er aber machtlos und so gaben die Subinger mit dem Ehrentor immerhin noch ein Lebenszeichen.
Und dieses ärgerte die Härkinger. «Am Schluss war die Stimmung fast wie nach einer Niederlage, dabei war es nur ein dummes Gegentor», sagte Trainer Ogulcan Karakoyun. «Das unterstreicht den Anspruch der Mannschaft, stets die höchste Qualität zu bringen.» Der Meistertrainer von 2025 haderte etwas mit der Chancenverwertung seiner Elf, die müsse in den nächsten Spielen besser werden, insgesamt konnte er dem ersten Auftritt seines Teams in der neuen Saison aber viel Positives entnehmen: «Wenn du das Startspiel gewinnst, bist du immer zufrieden. Jedes Team will einen guten Start hinlegen und ich bin froh, dass uns das gelungen ist.»
Quelle: Oltner Tagblatt (Raphael Wermelinger)