2. Liga inter: FCH – FC Malcantone 0:0
«Jeder geht ans Limit»: Der FC Härkingen ringt dem Tabellenfünften einen Punkt ab
Die Härkinger kommen zu Hause gegen den FC Malcantone zu einem torlosen Unentschieden. Es ist der siebte Punkt aus den letzten vier Spielen für das Team von Trainer Ogulcan Karakoyun.
Eine Woche nach dem 3:2-Auswärtssieg beim FC Emmenbrücke knöpft der FC Härkingen dem Tabellenfünften Malcantone zu Hause ein Unentschieden ab. «Wir hätten natürlich gerne noch mehr rausgeholt. Und so haben wir auch bis zum Schluss gespielt. Wir haben das 0:0 nicht einfach verwaltet, sondern wollten noch einen machen», ist Trainer Ogulcan Karakoyun am Ende zufrieden mit dem Resultat. «Der Punkt ist sicher verdient, wenn man den gesamten Match anschaut. Mit einer besseren Chancenauswertung hätten wir das 1:0 erzielen können, danach hatte aber auch der Gegner seine Chancen.»
Die Härkinger beginnen beherzt und kommen in den ersten dreissig Minuten zu drei guten Möglichkeiten. Jan Marti scheitert in der zwölften Spielminute am Tessiner Schlussmann Thomas Candeloro, Joël Rietschin schiesst auf Vorarbeit von Yanick Oumaray aus der Drehung drüber (18.) und Jan Büttiker tut es ihm nach einem Freistoss gleich (27.). Dann bekommt Malcantone allmählich die Oberhand. In der 33. Minute muss Härkingens Goalie Jan Lüthy beim Distanzschuss von Mohamad Alshikh erstmals eingreifen.
Kurz darauf streift der Flachschuss von Alessio Roncari abgefälscht am Härkinger Tor vorbei. In der 38. Minute pariert Lüthy einen weiteren gefährlichen Abschluss des auffälligen Roncari und unmittelbar vor dem Pausenpfiff schiebt Carlos Cortez den Ball knapp am Pfosten vorbei. In der zweiten Halbzeit haben die Härkinger Glück, dass der Schuss von Tiziano Villa an die Latte knallt (56.). Fünf Minuten später verzeichnen sie indes ihrerseits einen Aluminiumtreffer. Oumaray schlenzt den Ball von der Strafraumgrenze an die Querstange
Drei Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz
Der FC Malcantone hat mittlerweile deutlich mehr Ballbesitz und ist in der Schlussphase das tonangebende Team. Die Härkinger können aber sämtliche Angriffsversuche der Tessiner mit grossem Einsatz abblocken und hätten in der 90. Minute beinahe noch den Gamewinner realisiert. Nach der Vorlage des eingewechselten Nemanja Bajinovic bringt Nils Wernli den Ball aber nicht an Gäste-Keeper Candeloro vorbei und verpasst den Lucky Punch.
Die Nullnummer bringt den Härkingern im sechsten Spiel der Rückrunde den siebten Zähler ein. Damit hat Ogulcan Karakoyuns Mannschaft ihre Ausbeute aus der Vorrunde nun bereits egalisiert. «Nach dem Sieg von letzter Woche haben wir heute wieder gezeigt, dass es sehr schwer ist, uns zu schlagen, wenn wir unseren Job richtig machen», sagt er und findet lobende Worte für seine Spieler: «Wir haben einige angeschlagene Spieler, die im Moment viel opfern. Die Belastung in den Spielen ist natürlich viel höher als in der 2. Liga und die Regenerationszeit länger. Jeder Spieler geht ans Limit.»
Sein einziger Kritikpunkt: «Wir müssen schauen, dass wir nach Einwechslungen nicht an Dynamik verlieren – das muss noch besser werden.» Sieben Spiele vor dem Ende der Saison hat der FC Härkingen nun drei Punkte Rückstand auf den FC Klingnau, der sich am Samstag dank eines 5:0-Siegs gegen den FC Hergiswil über den Strich katapultierte. «Wir haben jetzt zweimal nicht verloren. Daran müssen wir anknüpfen», blickt Karakoyun voraus. «Es gibt einige Gegner, für die es um nicht mehr viel geht, und die vielleicht langsam etwas den Fokus und die Motivation verlieren – das müssen wir ausnutzen.»
Am nächsten Samstag reisen die Härkinger zum Tabellensiebten SC Emmen, danach wartet das Spitzentrio FC Rotkreuz (2.), FC Sursee (3.) und FC Gambarogno (1.) und in den letzten drei Spielen geht’s gegen den FC Rothrist (10.), den FC Ibach (8.) und den FC Klingnau (11.).
Quelle: Oltner Tagblatt (Raphael Wermelinger)