5. Liga: FC Olten – FCH 5:2 (2:2)
Abseits-Dilemma
FCH: Oegerli, Haussner, Moser R., Lenz, Gschwind, Heim, Studer, Probst, Moser D., Krüger, Baumgartner
Auswechselspieler: Zeltner, Henzirohs, Fischer, Peter, Friedl
Tore: 13. Studer 0:1, 35. Härkingen (Eigentor) 1:1, 43. Gschwind 1:2, 44. Olten 2:2, 55. Olten 3:2, 58. Olten 4:2, 82. Olten 5:2
Nachdem man sich in der Vorrunde mit 1:3 geschlagen geben musste, waren Makis Mannen besonders motiviert und wollten ihre Siegesserie gegen den neuen Tabellenführer aus Olten im Sechspunktespiel fortsetzen.
In der ersten Halbzeit konnten die Herren in Grün das Spiel mit viel Ballbesitz bestimmen und kamen so zu einigen Chancen. Bereits in der 13. Minute war es beispielsweise Geburtstagskind Studer, welcher den Ball auf der Grundlinie an einem Gegenspieler vorbei dribbelte und ihn danach aus dem spitzen Winkel gekonnt am Torwart vorbei ins Tor hämmerte. Näher an das von Luiz Díaz erzielte Tor des Jahres 2025 kommt wahrscheinlich niemand mehr. Zehn Minuten später erhielt Olten aufgrund eines Handspiels im Sechzehnerraum einen Strafstoss, obwohl sich der Gegenspieler laut Experten aus eigener Reihe zuvor im Abseits befand. Der Pfiff und die Geste auf den Elfmeterpunkt erfolgten bedauerlich und so lag es wieder einmal an Penaltykiller Oegerli, welcher den bereits dritten Strafstoss in dieser Rückrunde – dieses Mal mit seiner alleinigen Ausstrahlung abwehrte -, sodass dem Schützen aus Olten nichts anderes übrig blieb, als den Ball über das Tor zu feuern. Auf die nächste Chance der Gastgeber hatten die Härkinger direkt eine passende Antwort, indem sie per Konterangriff nahe dran waren, den Vorsprung auszubauen. Der Abseitsentscheid des Unparteiischen erfolgte dabei jedoch unmittelbar, nachdem Baumgartner das Runde im Eckigen versenkt hatte. In der 35. Minute fiel dann der Ausgleich. Anteil daran hatten die Tabellenführer nur bedingt, da der Ball aufgrund eines missglückten Klärungsversuchs durch den zurückeilenden Aussenverteidiger Gschwind im eigenen Netz landete. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang ihm dann aber die Genugtuung, indem er einen Eckball hervorragend per Kopf verwertete und so den neuen Spielstand auf 1:2 stellte. Somit traf Gschwind in dieser Partie in beide Aluminiumrahmen. Beide Male unglücklicherweise in derselben ersten Halbzeit. Die Führung hielt leider nicht lange an und die Gastgeber konnten mit dem späten Ausgleich in die Pause einziehen.
In der zweiten Halbzeit gelang es den Kontrahenten deutlich besser, ihre Kabinenansprache auf dem Platz umzusetzen und den weiteren Spielverlauf zu bestimmen. Mit den Treffern in der 55. und 58. Minute konnten sie so in Führung gehen und diese rasch ausbauen. In der Endphase fehlte es den Herren in Grün an Kreativität, um den Rückstand aufzuholen und die Partie möglicherweise noch zu drehen. Mit dem Siegestreffer in der 82. Minute gelang es den Oltnern endgültig, das Spiel für sich zu entscheiden. Angeblich lag bei zwei Angriffen, die zu Toren führten, eine Abseitsposition vor. (Der Verfasser dieses Berichts nimmt dazu keine Stellung, da er sich zum Zeitpunkt der fraglichen Treffer gerade beim Aufwärmen befand). Kurzum lässt sich dennoch festhalten, dass die sonst gelingenden, durch Abwehrchef Lenz koordinierten Abseitsfallen beim unparteiischen Spielleiter dieses Mal auf keinen Anklang stiessen.
Die Herren in Grün sind nach dieser Niederlage nun besonders motiviert, den Aufschwung wieder aufzunehmen. Seid also dabei, wenn s’Drüü kommenden Samstag die Mannschaft US Oltenese um 17:00 Uhr auf dem heimischen Aesch begrüssen darf.
Lars Henzirohs