5. Liga: FCH – FC Wangen b.O. 2:3 (0:2)
Nervenauftreibende Schlussphase
FCH: Bolliger, Ammann M., Lenz, Moser R., Haussener, Heim, Stjepanovic, Probst, Moser D., Krüger, Baumgartner
Auswechselspieler: Müller, Henzirohs, Gschwind, Fischer, Peter, Nützi, Friedl
Tore: 2′ Wangen b. O. 0:1, 16′ Wangen b. O. 0:2, 83′ Müller 1:2, 88′ Wangen b. O. 1:3, 94′ Gschwind 2:3
Im letzten Heimspiel der Saison traf das Drüü im Rahmen des „Super Saturday“ auf den FC Wangen bei Olten. Die bisherige Heimmacht dieser Rückrunde war besonders motiviert, diesen ereignisreichen Tag mit einem positiven Ergebnis abzurunden.
Aufgrund der tief stehenden Abendsonne entschied sich Kapitän Probst clever für den Seitenwechsel und verzichtete auf den Anstoss. Der Plan ging jedoch nur bedingt auf, denn die Gäste erwischten den deutlich besseren Start. Noch bevor die Herren in Grün überhaupt einen kontrollierten Pass in den eigenen Reihen spielen konnten, kam der FC Wangen b. O. bereits zu einer ersten Freistossmöglichkeit unmittelbar vor dem Strafraum. Der Abschluss konnte durch Bolliger zwar noch erfolgreich geblockt werden, doch beim Abpraller zögerte die Defensive der Heimmannschaft noch kurz. Die Gäste reagierten dabei deutlich entschlossener und verwerteten diese Chance aus dem spitzen Winkel zur frühen Führung.
Nach einem weiteren langen Ball in die Tiefe konnte ein schneller Aussenläufer der Gäste den Ball in der 16. Minute kontrollieren und alleine auf Bolliger zulaufen. Statt selbst den Abschluss zu suchen, legte er im richtigen Moment quer auf einen mitgelaufenen Mitspieler, der nur noch einschieben musste. Aus Sicht der Heimmannschaft befand sich der Torschütze beim Zuspiel allerdings in einer Abseitsposition. Da der herausgeeilte Bolliger in dieser Szene nicht mehr letzter Mann war, hätten gemäss Regelwerk zwei Verteidiger die Abseitslinie aufheben müssen. Der Unparteiische sah dies jedoch anders, weshalb der Treffer zum 0:2 anerkannt wurde. Die Heimmannschaft fand im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit jedoch immer besser ins Spiel und konnte sich zunehmend eigene Offensivaktionen erarbeiten, wodurch die Partie insgesamt etwas ausgeglichener wurde.
Die zweite Halbzeit begann zunächst ruhig. Nach rund 15 Minuten stellte das Drüü auf eine Dreierkette um und versuchte damit offensiv mehr Druck auszuüben. Zunächst zeigte diese Anpassung jedoch noch keine unmittelbare Wirkung.
Erst in der 83. Minute nahm die Partie nochmals Fahrt auf. Nach einem Eckball von Nützi, der in den dicht besetzten Strafraum kam, entstand ein Durcheinander im Fünfmeterraum. Nach mehreren unübersichtlichen Aktionen reagierte schliesslich Müller am schnellsten und drückte den Ball per Hacke zum 1:2 über die Linie. In der 88. Minute gelang den Gästen jedoch im direkten Gegenzug ein weiterer Treffer, womit sie die Partie vermeintlich endgültig entscheiden wollten.
Die Heimmannschaft gab sich allerdings weiterhin nicht geschlagen. In der 92. Minute bot sich nochmals eine vielversprechende Gelegenheit für die Herren in Grün. Ein Aussenläufer wurde in die Tiefe geschickt und wollte zur Flanke ansetzen, wurde dabei jedoch hart gefoult. Die Flanke gelang dennoch und fand den Weg in den Strafraum, in welchem Friedl den Ball per Kopf verwertete. Der Schiedsrichter hatte die Aktion jedoch bereits zuvor unterbrochen und entschied auf Freistoss, weshalb der Treffer nicht zählte und es beim 1:3 blieb. Nur zwei Minuten später gelang Gschwind im direkten Duell mit dem Torhüter dennoch der verdiente Anschlusstreffer zum 2:3.
Für den Ausgleich reichte die verbleibende Zeit nicht mehr, sodass sich das Drüü trotz einer engagierten Schlussphase knapp geschlagen geben musste. Die Leistung zeigte dennoch, dass die Herren in Grün bis zum Schluss an sich glaubten und die Partie trotz Rückstand nie aufgaben.
Für das Drüü steht nun das letzte Spiel der Saison an. Seid dabei, wenn sich Makis Mannen, am Montag, dem 15.06.2026, ein letztes Mal in Niedergösgen beweisen wollen.
Lars Henzirohs