
Skiweekend 2026 in Grindelwald
Ich, Tobias K., Mitglied der 4. Mannschaft des FC Härkingen und unangefochtener Stammspieler der dritten Halbzeit, freute mich bereits seit dem Vorrundenabschluss wie ein kleines Kind auf das Skiweekend mit dem FCH.
Als einer der ganz Motivierten reiste ich schon am Freitag nach Grindelwald, um mir einen zusätzlichen Skitag zu gönnen. Da ich seit ungefähr elf Jahren (plus/minus ein paar Gedächtnislücken) nicht mehr auf den Skiern gestanden hatte, musste ich mir eine Skiausrüstung mieten. Die Skier holte ich im Mietgeschäft ab. bis mir bei der Gondel mit Entsetzen auffiel, dass Skistöcke offenbar nicht standardmässig dazugehören. Wer hätte das gedacht? Zum Glück hatte es an der Talstation auch nochmals ein Sportgeschäft. Jetzt konnte das Abenteuer starten.
Die Sicht war anfangs eher… sagen wir wie im Mittelland, doch entgegen allen Prognosen wurde das Wetter im Laufe des Vormittags immer besser. Das hob die Stimmung gewaltig. Bis etwa 11:30 Uhr wurden die Pisten unsicher gemacht, bevor sich die ganze Truppe zum gemeinsamen Mittagessen traf. Dort feuerten wir Odi beim Super-G in Kitzbühel an. Nach dem erfolgreichen Rennen ging es für uns wieder zurück auf die Piste.
Das Skifahren machte mir derart viel Spass, dass ich meinen Orientierungssinn kurzerhand irgendwo im Schnee verlor. Entgegen aller Erwartungen der Gruppe bog ich bei einer Weggabelung rechts statt links ab, und war plötzlich auf einer ganz eigenen Entdeckungstour unterwegs. Abenteuer pur.
Am Abend trudelten dann nach und nach alle meine Gspändli in Grindelwald ein. Unser erster Fixtermin führte uns ins Restaurant Derby zum gemeinsamen Abendessen. Danach ging es mit grosser Vorfreude die Treppen des Mescalero hinunter, um den Tag gebührend abzuschliessen. Offenbar waren meine Hüftschwünge nicht nur für Gröli ein echter Hingucker. Während sich die FCH-Kollegen nach und nach ins Bett verabschiedeten, verirrte ich mich noch in ein anderes Hotel, wo ich als Seelsorger dringend gebraucht wurde. Entsprechend früh, oder eher spät, fand ich schliesslich den Weg zurück ins Hotel.
Am Samstagmorgen starteten die meisten bereits früh in den Tag. Ich hingegen entschied mich für eine verlängerte Regenerationsphase, bis mich schliesslich die Putzfrau weckte, die ich im Halbschlaf zuerst für meinen Zimmerpartner hielt. Am Mittag hatte Michi im Berggasthaus First extra einen ganzen Raum mit Leinwand für die legendäre Hahnenkamm-Abfahrt reserviert. Meine Vorfreude war riesig, doch meine Platzauswahl so miserabel, dass ein Pfosten mir die ganze Sicht auf das Rennen versperrte. Stattdessen versuchte ich, die Serviererin als neue Clubhauswirtin zu rekrutieren. Leider ohne Erfolg.
Am Nachmittag wagte ich mich trotzdem nochmals auf die Ski, auch wenn die Schneeverhältnisse eher rustikal waren. Teilweise ging es sogar über grüne Rasenstücke beim Bügellift – inklusive ein bis zwei eleganter Abgänge meinerseits.
Nach dem traditionellen Fototermin mit der coolen Kuh und guter Launa machten wir uns auf die Talabfahrt, um anschliessend den nächsten Fixtermin in der Espresso Bar wahrzunehmen. Da ich die Gruppe unterwegs verlor und nicht mehr genau wusste, wo der Treffpunkt war, besuchte ich kurzerhand jede Bar in Grindelwald – auf der Suche nach der grünen Meute. Schlussendlich stellte sich heraus, dass die gesuchte Bar direkt vis-à-vis vom Hotel lag. Positiv: Ich kenne jetzt definitiv alle Bars in Grindelwald von innen. Negativ: ich war nicht pünktlich. Das hatte jedoch keinen Einfluss, dass wir immer mehr gute Laune hatten.
Frisch geduscht wollte ich mich mit einem kurzen Powernap für das Abendprogramm stärken. Leider wurde daraus ein etwas längerer Tiefschlaf, sodass mein Zimmerpartner extra den Schlüssel an der Rezeption holen musste, um mich wieder ins Leben zurückzuholen.
Der Abend war geprägt von Fondue- bzw. Flammkuchenessen im Hirschen, Lachen, Essen, Singen, Diskutieren und sehr guter Laune – so gut, dass selbst das Hotelpersonal angesteckt wurde. Nur ein kurzer Moment sorgte für absolute Stille: Ein Skifahrer rutschte aus und versetzte den ganzen Saal in einen kollektiven Schockmoment.
Wie schon am Vorabend verbrachte ich die letzten Stunden tanzbeinschwingend im „Loch“. Wie genau ich danach ins Bett kam, ist mir nicht mehr ganz präsent – aber ich weiss: wir hatten extrem gute Laune.
Am Sonntagmorgen packte ich meine sieben Sachen, zog die Bettwäsche ab und legte sie in den grünen Schmutzwäschebehälter (wie sich das gehört…) und checkte aus. An der Barriere beim Parkplatz durfte ich schmerzhaft lernen, dass diese sich nach einiger Zeit automatisch wieder schliesst. Mit ein bisschen mehr Kopfweh, aber vielen genialen Erinnerungen im Gepäck, ging es zurück nach Hause.
Ich hatte riesigen Spass und freue mich jetzt schon auf nächstes Jahr. Ein ganz grosses Dankeschön geht an Michi für die top Organisation. Leider verlief das Wochenende nicht ganz unfallfrei – an dieser Stelle wünsche ich Brächi gute und schnelle Genesung!
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